Bey New York – Hi Philly
Nach dem ich 3 Tage in New York verbracht hatte, ging es am 13.08.22 mit dem Amtrak-Zug von der New Yorker Penn Station nach Philadelphia. Um in den Zug einsteigen zu können, wurde ein Boarding durchgeführt. Man wartet nicht direkt am Gleis, sondern in einer dafür vorgesehenen Wartehalle mit Abfahrtstafeln. So ähnlich wie am Flughafen. So bald der Zug eingefahren ist, wurde das Boarding ausgerufen und mitgeteilt, zu welchem Track man gehen muss. Die Züge fahren in den Hotspots unterirdisch. So ist es in Spanien auch grösstenteils. Die Fahrt von der Penn Station bis William H Gray III Station in Philadelphia, dauerte knapp 1,5 Stunden.
Die Fahrkarten wurden im Zug kontrolliert und über dem Sitz ein Zettel angebracht. So wussten die Kontrolleure, wo man die Tickets bereits kontrolliert hat. Die Sitze in dem Coach waren sehr gross und bequem. Auch hatte man viel Beinfreiheit. Einziges Manko: es gab im Wagen kein Platz für den Koffer. So musste ich meinen 77cm Koffer in das Gepäckfach über mir verstauen. Aber es gab grosse und starke Männer um mich herum, die es mir rauf- und wieder runter geholt haben 😉 Die Zugfahrt ansonsten war ehr unspektakulär. Mit 3 Minuten Verspätung haben wir dann Philadelphia erreicht. Eigentlich wollte ich gleich direkt eine Sportsbar stürmen, weil ja Brussia in Freiburg gespielt hatte, aber leider gab es auf dem Weg zum Hotel keine. So musste ich mich dann mit dem Ticker begnügen.
Nach dem ich im Hotel eingecheckt habe, bin ich dann noch auf Erkundungstour gegangen. Allerdings war ich ziemlich platt, so dass ich gegen 6:30pm wieder in Hotel war. Eigentlich wollte ich eine Kleinigkeit in dem Hotel-Pub essen. Aber leider gab es nur noch Cheese Quessadilla. Na gut, besser als nichts. Immerhin gab es Bier. Yuengling Traditional Lager. Kann man ganz gut trinken. Ist eigentlich auch kein Wunder, da ein Deutscher die Brauerei 1829 gegründet hat. David Jüngling. Daher auch der Name des Biers. Die Brauerei liegt in Pottsville, knapp 100 Meilen von Philadelphia.
Am Samstag bin ich dann den ganzen Tag in Philly unterwegs gewesen. Die Stadt ist ganz nett. Wie wahrscheinlich in jeder grossen Stadt in Amerika, gibt es auch hier ein Chinatown. Aber nicht so ganz impulsant. Insgesamt finde ich die City nicht so hektisch wie NY. Zwar ist hier auch viel Autoverehr, aber das hält sich noch in Grenzen. Auch das wilde rumgehupe. Aber die Sprache hier ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Da mein Englisch nicht so pralle ist, habe ich hier schon etwas Probleme. In New York ging es eigentlich ganz gut.
Ich habe mir die Liberty Bell und das Museum angeschaut. Sie wurde 1752 in London gegossen und 1753 im State House aufgehangen. Angeblich soll sie geläutet haben, als im Juli 1776 die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung zum ersten mal in der Öffentlichkeit verlesen wurde. Ob dieses wirklich so stimmt, kann nicht zweifelsfrei überliefert werden, da der Kirchturm in einem sehr schlechtem Zustand war. Zudem bimmelten alle Glocken in der Stadt. Sie hat Berichten zu Folge, zum letzten mal 1846 zum Geburtstag von Gerorge Washington geläutet. Ein irreperabler Riss machte die Glocke stumm. 1852 wurde die Glocke dann abgebaut und in der Independence Hall aufgestellt.
Ich bin auch wieder viel gelaufen. Dabei so einiges erlebt. Ein Hochzeitspaar im Washington Square war komplett in Schwarz gekleidet. Naja, warum auch nicht. Die Ehe ist das Ende von allem 🙂 dann habe ich es tatsächlich geschafft, einen Heiratsantrag zu crashen. Hatte mich zwar gewundert, warum auf einem Abschnitt des Bürgersteigs keine Menschen waren, ausser 2 und warum da in den Ecken Leute mit Kameras standen. Aber immerhin kennt das frisch verlobte Paar jetzt den FC St. Gallen 🙂 Ich war am Nachmittag in einem lokalen Brauhaus, habe dort lecker geschmaust und getrunken. Und ganz nebenbei auf meinem Handy das Spiel geschaut.
Morgen, 14.08.22 verlasse ich dann Philly und fahre mit dem Zug nach Washington. Am Vormittag um 10:30 gehts dann los und werde um 12:40 ankommen. So wahr Gott will. Offenbar finden auf der Northeast Strecke einige Bauarbeiten am Wochenende statt und bei etlichen Strecken wird Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Aber ich lasse mich mal überraschen 🙂


